Inspektionsversammlung des Brandbezirks Süd

Inspektionsversammlung BBZ Süd21.11.2018 Rothenwörth. Sehr gut besucht war die Kommandantenversammlung des Brandbezirk Süd im Gasthof Spirklhof in Rothenwörth. Kreisbrandinspektor Rudi Englbrecht gab einen Überblick über die in diesem Jahr durchgeführten Schulungen, Ausbildungen und Einsätze. Zudem berichtete er über die in 2018 durchgeführte Gerätehausbesichtigung bei den Feuerwehren und wies auf die Wichtigkeit der Mitgliedergewinnung und Jugendfeuerwehr hin.

Nach der Begrüßung der Ehrengäste und Kameraden durch KBI Englbrecht, gedachte Ralf Remiger mit einem kurzem Gebet aller seit der letzten Versammlung verstorben Feuerwehrmitglieder.

Im Anschluss an das Grußwort von Bürgermeisterin Monika Maier, welche die Gemeinde Bodenkirchen vorstellte und auf die sehr gute Zusammenarbeit der Weheren im Gemeindegebiet hinwies, berichtete der Kreisbrandinspektor von den Ereignissen und Aktivitäten im abgelaufenen Jahr.

Die Image-Kampagne des Landes-Feuerwehrverbands wirbt bereits seit Jahren um neue Mitglieder für die Freiwilligen Feuerwehren. Er appellierte an die Anwesenden, nicht nur Jugendliche zu werben, sondern auch Zweitmitglieder in die Feuerwehren zu integrieren indem man auswärtige Feuerwehrkameraden, die in einem ansässigen Betrieb arbeiten, versucht in die Ortsfeuerwehr aufzunehmen, um auch dadurch die Tagesalarmsicherheit zu erhöhen.

Neben den aktuellen Themen wie das Verbot von PFC-haltigen Schaummitteln, die Neubeschaffung von sogenannten Systemtrennern zur Löschwasserentnahme und die Datenschutzgrundverordnung berichtete Englbrecht auch über die aktuellen  Zahlen und  Daten aus dem Jahr 2018. Somit verfügt der Brandbezirk Süd über 44 Feuerwehren mit 2.066 aktiven Mitgliedern. Davon sind 88 Frauen bzw. Mädchen im aktiven Dienst, bei den Jugendlichen sind es insgesamt 167. Im Jahr 2018 wurde bei 38 Gruppen die Leistungsprüfung abgenommen und 120 Kameradinnen und Kameraden wurden bei Standortschulungen wie der Modularen Trupp Ausbildung, dem Maschinisten- Atemschutzträger- und Motorsägelehrgang geschult. Weitere Schulungen wie Fahrsicherheitstraining und Informationen zur Elektromobilität schlossen sich an. 27 Kameraden besuchten mit Erfolg Lehrgänge an den 3 staatlichen Feuerwehrschulen.

 

Bei den Einsätzen kam es zu 88 Brandeinsätzen, darunter auch ein Großbrand eines landwirtschaftlichen Stalls sowie eines Geschäftshauses in Velden. 249 Mal wurden die Feuerwehren zu technischen Hilfen gerufen. Auch 52 sonstige Tätigkeiten wurden fachmännisch abgearbeitet.

Erfreut zeigte sich der KBI, dass die Einführung des Digitalfunks im Brandbezirk Süd abgeschlossen ist und es hierzu knapp 110.000 € an Zuwendungen gab. Zur Fahrzeugbeschaffung stelle der Freistaat Bayern 263.000 € an Zuschüssen bereit, der Landkreis beteiligte sich mit 154.000 €.

Personelle Änderungen in den Kommandantenämtern gab es bei den Feuerwehren Pauluszell, Ruprechtsberg, Loizenkirchen, Haunzenbergersöll und Wolferding.

In Loizenkirchen wurde 2018 die 13. Jugendfeuerwehrgruppe im Bandbezirk Süd gegründet.

Neben Informationen zur Kreiseinsatzzentrale durch KBI Englbrecht gab Fach-Kreisbrandmeister Wolfgang Metz Hinweise für den Betrieb des Digitalfunks den Anwesenden mit.

In einem extrigen Tagesordnungspunkt berichtete Englbrecht über die im Jahr 2018 durchgeführte Feuerwehr-und Gerätehausbesichtigung. Hierzu gab es detaillierte Informationen über die Ausbildung, die Ausrüstung und der Organisation der einzelnen Feuerwehren. Ein Fachvortrag zum Thema "Sicherheit im Feuerwehrdienst“ durch Wolfgang Zuchs von der Kommunalen Unfallversicherung Bayern schloss sich  an und untermauerte gewisse Hinweise, die bereits KBI Englbrecht gab. Er nahm auch die Bürgermeister in die Pflicht, indem dass die Kommune als Träger der Feuerwehren gewisse „unternehmerische Pflichten“ hat, um die Sicherheit bei den Feuerwehren zu gewährleisten. 

Bei dem darauffolgenden Tagesordnungspunkt berichtete Kassier Andreas Märkl, über einen positiven Kassenstand. Die beiden Kassenprüfer Helmut Neudecker und Manfred Plomer bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung, sodass seitens der Anwesenden einstimmig Entlastung für den Kassier erteilt wurde.

 

Stellvertretender Landrat Rudi Lehner sagte in seinen Grußworten, dass in der heutigen Zeit das Zusammenwirken der Feuerwehren unumgänglich ist, sowie dass die Ausbildung und technische Ausrüstung der Feuerwehren immer aufwendiger wird. Die Kosten hierfür werden zum Großteil von den Gemeinden getragen. Er bedankte sich bei den Anwesenden recht herzlich dafür, dass es die Bereitschaft zum Dienst am Nächsten nach wie vor gibt, was auch die Solidarität der Freiwilligen Feuerwehren unter Beweis stellt.

Auch Kreisbrandrat Thomas Loibl bedankte sich in einem Grußwort für die Ehrenamtliche Tätigkeit und rief auch die immer anspruchsvolleren Aufgabenfelder der Feuerwehren in Erinnerung. Der Landkreis Landshut wächst und boomt, somit muss auch für Sicherheit gesorgt werden.

Als anstehende Termine gab KBI Englbrecht bekannt:

Die Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes findet am Mittwoch, 28. Dezember um 19 Uhr in Ergoldsbach statt.

Die Dienstversammlung der Kommandanten des Landkreises ist am Samstag, 12. Januar 2019 wie gewohnt in der Hauptfeuerwache Landshut.

Weiter wies er noch auf die in 2019 stattfindenden Gründungsfeste der Feuerwehren Vilsbiburg, Wippstetten, Gaindorf und Leberskirchen hin.

Mit dem Dank an alle aktiven und passiven Kameradinnen und Kameraden des Brandbezirkes Süd für die geleistete, zuverlässige und kompetente Arbeit, sowie für die großartige Unterstützung aller benötigten Behörden das ganze Jahr über, schloss Englbrecht die Versammlung mit dem Wahlspruch der Feuerwehr „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“.

Text und Fotos: Kreisbrandinspektion Süd

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