Feuerwehrleute im Brandcontainer ausgebildet

Brandcontainer
Rottenburg. Dichter Rauch über dem Gewerbegebiet in Rottenburg war schon von weitem zu sehen letzte Woche. Ursache dafür ist kein Brand, sondern der Brandcontainer des Landesfeuerwehrverband Bayern (LFV Bayern) der von 10. bis 14. September im Landkreis Landshut bei der Feuerwehr Rottenburg stationiert war.

56 Feuerwehrdienstleistende, welche in 8 Gruppen aufgeteilt waren, wurden durch zwei externe Ausbilder theoretisch und praktisch ausgebildet. Die Kreisbrandinspektion Landshut stellte zu jedem Termin zusätzlich einen Betreuer und durch die Feuerwehr Rottenburg wurde ein wasserführendes Fahrzeug samt Personal zur Verfügung gestellt.

Im theoretischen Unterricht wurde auf die Wichtigkeit einer geeigneten Einsatzkleidung hingewiesen, sowie die verschiedenen Phasen bei einem Brand erläutert. Auch auf eine möglichst effektive Vorgehensweise in der Brandbekämpfung wurde eingegangen. Des Weiteren wurden die Phänomene der Rauchausbreitung aufgezeigt und die verschiedensten Stufen von einer Rauchgasdurchzündung bis hin zur Rauchgasexplosion gezeigt. Anschließend wurde das Vorgehen im Brandcontainer besprochen. Der lebhafte Unterricht war geprägt von vielen Dialogen zwischen Trainer und Teilnehmern, da durch die Mischung von neuen Atemschutzgeräteträgern und erfahrenen „alten Hasen“ viele Fragen und einige Einsatzerfahrungen geteilt wurden und neue Erkenntnisse gewonnen werden konnten.

Nach der erfolgten theoretischen Einweisung ging es für die Feuerwehrfrauen und –männer in das praktische Training welches am angrenzenden Grundstück durchgeführt wurde, welches durch den Besitzer dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt wurde. Nach der erfolgten Einweisung in Container und Sicherheitsregeln, wurde der Brandraum mit Material bestückt und die Teilnehmer in der Strahlrohrführung trainiert. Nachdem alle Geräteträger komplett mit Schutzausrüstung und Atemschutzgerät ausgestattet waren, ging es in dem Brandcontainer und das Brandmaterial wurde entzündet. Binnen Minuten sammelte sich der Rauch an der Decke und die Temperatur stieg im Inneren des Containers an. Die Teilnehmer konnten so vom Entstehungsbrand bis hin zur Rauchgasdurchzündung die kompletten Phasen live miterleben und anschließend unter Anleitung trainieren, wie solche Rauchgase gekühlt werden sollen um eine Durchzündung zu verhindern.

Nach ca. 25 Minuten war die praktische Ausbildung vorbei - immerhin herschten im Container Temperaturen von bis zu 700 Grad, was für Mensch und Material eine extreme Belastung ist. Um Risiken vorzubeugen während der Ausbildung, stellten die Feuerwehren des Inspektionsbereich zu jedem Durchgang 2 Atemschutzgeräteträger die als Sicherungspersonal bereit standen um bei einem Notfall sofort eingreifen zu können.

Nach dem praktischen Teil erlernten die Atemschutzgeräteträger noch wie man die Ausrüstung nach einem Brandeinsatz richtig ablegt, so dass die Brandrückstände wie Ruß und die gesundheitsschädlichen Dämpfe nicht zur eigenen Gefahr werden. Zuletzt wurde der Durchgang mit allen nochmals besprochen und jeder Teilnehmer schilderte seine Eindrücke vom praktischen Unterricht und bei jedem Durchgang kam letztendlich immer das gleiche Resultat, nun für Einsätze besser vorbereitet zu sein und effektiver aber auch sicherer Arbeiten zu können.

Am Dienstag nach dem ersten Durchgang besuchte der Bürgermeister Alfred Holzner mit den Stadtratsmitgliedern die Ausbildung und es wurde hier klar aufgezeigt, wie wichtig eine gute funktionierende Einsatzkleidung und Schutzausrüstung ist um die Menschen zu schützen die 365 Tage im Jahr ehrenamtlich für die Bürgerinnen und Bürger im Einsatz sind und diese nach jedem Einsatz immer wieder wohlbehalten zurückkehren.

Nochmals gilt es auch dem Landesfeuerwehrverband Bayern zu danken für die Bereitstellung des Brandcontainers, allen Beteiligten sei es Teilnehmer oder Betreuungspersonal und den Nachbarn im Gewerbegebiet für die Rauchbelastung durch den Container.

 Florian Kleber / KBM Atemschutz, Lkr. Landshut

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